Wild hearts, kein Blick zurück – T. M. Frazier

Liebe

Erschienen beim Lyx-Verlag

Umfang ca. 303 Seiten

 

Sie wusste nicht, dass so etwas wie Liebe tatsächlich existiert.

 Doch dann traf sie ihn.

Aus „Wild hearts, kein Blick zurück“ von T. M. Frazier

 

Inhalt:

Nach dem Tod ihrer Mutter findet Sawyer eine alte Schachtel unter dem Bett. Eine Hinterlassenschaft ihrer Mutter. Darin findet Sawyer eine Urkunde, in der ihr ein Stückchen Land in Outskirts zugesprochen wird. Zudem enthält die Schachtel Schlüssel für eine Garage, in der ein altes Auto und ein Camper stehen. Für die gerade volljährig gewordene Sawyer die Gelegenheit, endlich von ihrem sehr konservativen und alkoholkranken Vater wegzukommen, der sowohl ihre Mutter als auch sie misshandelte. Weit weg von ihrem Vater will sie einen Neuanfang wagen. Doch ausgerechnet kurz vor dem Ziel gibt das Auto seinen Geist auf. Nachdem sie fast von einem sehr rücksichtslosen Fahrer überfahren worden wäre, eilt ihr schliesslich Josh, die Polizistin von Outskirts, zu Hilfe. Wie es sich herausstellt, ist derjenige, der sie vorher fast überfahren hätte, auch noch ihr Nachbar Finn! Finn, der überaus gut aussehende Einzelgänger ist natürlich gar nicht begeistert, dass sie praktisch vor seiner Haustür campt. Doch Sawyer weckt Gefühle ihn ihm, die er seit Jahren tief in seinem Inneren versteckt hält.

 

Kritik:

Das Buch hat mir recht gut gefallen. Einerseits ist es eigentlich die „typische“ Good-Girl-Bad-Boy Geschichte, andererseits hat die Geschichte auch einen besonderen Touch. Sawyer, die auf sich alleine gestellt ist, irgendwo mitten in der Pampa nur mit einem Camper, und der geheimnisvolle Finn, der seit Jahren ein Einzelgänger ist. Der Schreibstil ist hervorragend und ich musste des Öfteren auch über den Humor der Autorin schmunzeln. Was ich etwas speziell finde, ist, dass die Protagonistin Sawyer Dixon heisst, also genau gleich wie jene aus der Again-Reihe von Mona Kasten. Absicht oder Zufall?

Ich finde, dass das die Geschichte ,so wie sie ist, eigentlich gut abgeschlossen ist und ich bin gespannt, was mich im nächsten Band erwartet. Ich bin aber fast sicher, dass die Geschichte auch in ein Buch gepasst hätte, anstatt zwei Bücher à 300 Seiten zu machen. 

Das Cover ist auf jeden Fall sehr gelungen und es passt auch gut zum Inhalt. 

Was mich an der Geschichte jedoch etwas gestört hatte, ist, dass Sawyer aufgrund der Alkoholsucht ihres Vaters (und dieser ja sowohl sie als auch ihre Mutter im Suff oft misshandelte) eine extreme Abneigung gegen Alkohol hat. Und dann kommt Finn und auch er (be)trinkt (sich). Nach meinem Verständnis hätte sie doch zuerst eine tiefe Abneigung haben müssen und sich nicht sofort angezogen fühlen müssen, nur weil er sie kurz mal angeschaut hat.Gut, sie weiss nicht, ob Finn im Suff genauso handelt wie ihr Vater, aber an ihrer Stelle wäre ich etwas vorsichtiger gewesen. Ein gebranntes Kind scheut normalerweise das Feuer, das war für mich etwas speziell.

 

Im Gesamten kann ich sagen, dass die Geschichte eine sehr schöne war, auch wenn sie jetzt nicht den Tiefgang hatte wie andere. Ich verleihe dem Buch 3.5 Sterne, da für mich Finn und Saywer sich zu schnell voneinander angezogen gefühlt haben, obwohl Finn ja seit Jahren praktisch keinen Kontakt zu irgendwem gehabt hatte und Saywer wahrscheinlich traumatisiert von ihrem Vater war.