Wenn Jay dein Problem wäre – André Alexander Kiefer

Rezensionsexemplar

Utopischer Roman 

Umfang ca. 172 A4 Seiten

 

Wie passiert so etwas? Da fuhr es mir kalt über den Rücken.

War das wirklich passiert? Also die Stelle mit dem zwei Meter über dem Boden schweben…

War es vielleicht eine Wahnvorstellung, ausgelöst von einem andauernden Delirium, eine Frieden bringende Schutzmassnahme meines Geistes, um mir die Qual zu ersparen, miterleben zu müssen, wie ich langsam und bitter verhungerte?

Aus „Wenn Jay dein Problem wäre“ von André Alexander Kiefer

 

Inhalt:

Jay ist ein junger Mann, doch eines Tages erlangt er unbegrenzte Macht. Er ist unsterblich und kann die Gedanken der anderen Menschen lesen. 

Jay übernimmt die Weltmacht und bildet sozusagen eine Diktatur. Schonend probiert er dies der Menschheit beizubringen, doch nicht überall stösst er auf Jubelschreie. Jay führt die drei-Tage-Woche ein, erfüllt den Menschen alle Wünsche, solange die nicht zu gross sind, und sorgt für Recht und Ordnung. Er rettet einen achtjährigen Jungen vor drei Männern, die den Jungen sexuell missbrauchen wollten. Jay verändert die Erinnerung des Jungen, sodass er niemals all diese Missetaten erfahren hat. Die drei Männer bringt er noch im Keller, wo die Missetat geschah, um. Kurz darauf beschliesst er, dass alle Leute, die anderen Leid zugefügt haben, nicht mehr zu existieren zu haben. Kurzerhand bringt er eine halbe Million Menschen um. 

 

Kritik:

Ich mag das Buch. Es hat so was Faszinierendes an sich. Es ist das erste Buch, welches ich gelesen haben, das in die Richtung utopischer Roman geht. Zum Inhalt kann ich nur sagen, das Jay alle Mörder und „bösen“ Menschen beseitigt, damit nur noch das „Gute“ existiert, doch mit dieser Handlung macht Jay sich eigentlich ja auch zu einem Mörder. Kofi Annan sagte einmal: „ Wie kann ein Staat, der die gesamte Gesellschaft repräsentiert und die Aufgabe hat, die Gesellschaft zu schützen, sich selbst auf die gleiche Stufe stellen wie ein Mörder.“ 

Ich finde, das Cover ist ansprechend und passt sehr gut  zu dem Inhalt. Ein Mann, der alleine zuoberst auf der Erde sitzt und so was wie einen Gott darstellt. Was ich nicht mag, ist, dass Jay anfangs kifft und raucht. Selbst wenn er auf eine Art Gott ist und unsterblich ist, sollte er das Rauchen/ Kiffen nicht verherrlichen. 

Das Buch ist eine Leseempfehlung von mir und erhält 4 von 5 möglichen Sternen.