Unter dem Zelt der Sterne –  Jenn Bennett

Liebe 

Erschienen beim Carlsen-Verlag

Umfang ca. 393 Seiten

 

 

 

 

Oder ich könnte in der Wildnis festsitzen, meilenweit von jeder Zivilisation entfernt, mit dem Jungen, der mein Herz in der Handfläche zerquetscht hat.

Oh, Moment.

Genau das passiert ja gerade.

Aus „Unter dem Zelt der Sterne“ von Jenn Bennett

 

 

 

 

 

Inhalt:

Zorie und Lennon waren einmal beste Freunde, zwischenzeitlich sogar mal mehr als das.  Doch das war einmal, jetzt gehen sie sich so gut es geht aus dem Weg. Auch ihre Familien haben sich nichts mehr zu sagen und es herrscht Funkstille zwischen ihnen. Den einzigen Kontakt, den die beiden Familien ab und zu haben, ist, wenn wieder einmal ein Päckchen versehentlich bei den Mackenzies, Lenons Familie, abgegeben wurde. Zories Eltern besitzen eine Wellness-Oase, die genau neben dem Sexshop von den Mackenzies  liegt. Wenn es nach Zories Vater geht, liegt es am Sexshop, weshalb ihnen die Kunden verloren gehen und das ist für ihren Vater natürlich DER ultimative Grund, die Mackenzies zu hassen. 

Doch dann wird Zorie auf einen Glamping-Ausflug (glamorous Camping, also Luxuscamping) eingeladen. Zuerst ist Zorie dagegen, doch schliesslich entscheidet sie sich um und geht doch mit. Doch was sie nicht weiss, ist, dass dieser Campingtrip in einem Desaster enden wird und sie in der Wildnis auf sich alleine gestellt sein wird. Doch zum Glück ist sie nicht ganz alleine, denn an ihrer Seite befindet sich Lennon, der Junge, der ihr das Herz gebrochen hat. Nun haben die beiden keine Möglichkeit mehr, einander aus dem Weg zu gehen. Doch werden die beiden es wagen, einen Neuanfang zu riskieren, oder werden die beiden bis in alle Ewigkeit nicht mehr miteinander reden, auch wenn sie gerade mitten in der Wildnis auf sich selber gestellt sind? 

 

Kritik:

Immer wieder gibt es selbst gezeichnete Karten im Buch, was ich richtig toll finde, da man sich dann besser orientieren kann und ich Karten sowieso was Tolles finde.

Meine Oma hat mir das Buch geschenkt und das Cover hat mich nur ganz ein wenig beeinflusst, als ich mir es ausgesucht habe (okay, es hat mich ziemlich beeinflusst ;) ). Können wir bitte darüber sprechen, wie unglaublich gut dieser Farbverlauf aussieht? Und dann die coole Idee mit der Tasse. Ich bin absolut verliebt in das Cover. 

Zudem bin ich ein absoluter Fan von dem Schreibstil und die Anspielungen auf „Der Herr der Ringe“ finde ich auch super. Allgemein kann ich sagen, dass mir Zorie von Anfang an sehr sympathisch war. Bei Lennon hatte ich zu Beginn ein paar Startschwierigkeiten, aber im Laufe des Buches sind diese dann verschwunden. Die Geschichte ist aus Zories Sicht geschrieben, was es auch ziemlich leicht ermöglicht hat, ihre Handlungen nachzuvollziehen. Eine Person, deren Namen ich jetzt aus Spoilergründen nicht nennen möchte, war mir anfangs etwas unsympathisch und es hat sich dann auch herausgestellt, dass mein ungutes Gefühl der Person gegenüber absolut berechtigt war.

Die detaillierten Beschreibungen der Natur ermöglichen es einem, eine genaue Vorstellung zu bekommen, wie schön es dort wirklich aussehen muss, und man kriegt direkt Lust, auch dorthin zu gehen oder zumindest einen Ausflug in die Natur zu machen.

Gerade gegen den Schluss wurde die Geschichte ein bisschen kitschig, aber ein gutes Kitschig, und dramatisch wurde es auch, da man dann den Grund erfuhr, warum die zwei Familien sich so aus dem Weg gehen. 

 

Das Buch mit grossem Wohlfühl-Ambiente erhält von mir 5 von 5 Sternen. Absolut lesenswert!