Das Labyrinth des Fauns – Cornelia Funke und Guillermo del Toro

Fantasy

Erschienen beim Fischer-Verlag

Umfang ca. 318 Seiten

 

Vor langer, langer Zeit, so heisst es, lebte in einem unterirdischen Reich, in dem es weder Lügen noch Schmerz gab, eine Prinzessin, die von der Welt der Menschen träumte.

Prinzessin Moanna träumte von einem strahlend blauen Himmel und einem endlosen Meer aus Wolken; sie träumte von der Sonne und dem Gras und dem Geschmack des Regens…

Aus „Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke und Guillermo del Toro

 

 

Inhalt:

Ofelia ist dreizehn und liebt Märchen. Nach dem Tod ihres Vaters ziehen sie und ihre Mutter um. Sie ziehen zu Capitan Vidal, in den sich ihre Mutter verliebt hat und von dem sie auch ein Kind erwartet. Ofelia jedoch nennt ihn nur den Wolf. Auf der Reise zu ihrem neuen Zuhause durchfahren sie einen Wald. Als sie unerwartet einen Zwischenhalt einlegen müssen, da es Ofelias Mutter nicht gut geht, entdeckt Ofelia ein Auge, dass in eine Steinsäule passt, und sie meint, eine Fee gesehen zu haben. Im neuen Zuhause angekommen, findet Ofelia ein altes Labyrinth, vor dem sie aber gewarnt wird, es zu betreten. Doch eines Nachts erhält Ofelia Besuch von einem Faun. Dieser verkündet ihr, dass sie die lang verschwundene Prinzessin Moanna aus einem unterirdischem Reich sei. Um dies herauszufinden, müsse sie drei Prüfungen bestehen. Ofelia nimmt die Aufgabe an und stürzt sich von einem Abenteuer ins nächste.

 

 

Kritik:

Meine Meinung zu dem Buch ist irgendwie noch geteilt. Wie ihr vielleicht seht, hab ich auch beim Inhalt eher wenig schreiben können, weil ich einerseits nicht zu viel verraten möchte, andererseits gab es in den Buch jetzt auch nicht so viele Handlungen. Es gibt diese kurze Einleitung, anschliessend kommen diese drei Prüfungen und dann auch schon das Ende. Das Ganze soll ja eine Romanfassung zum Film „Pans Labyrinth“ sein. Um ehrlich zu sein, ich habe den Film nicht gesehen, geschweige denn schon jemals davon gehört. Trotzdem habe ich mir das Buch gekauft, da die Bücher von Cornelia Funke zu den ersten gehört haben, die ich so richtig verschlungen habe und die unter anderem auch meine Büchersucht ausgelöst haben. Trotzdem muss ich sagen, dass ich von dem Buch fast ein bisschen enttäuscht bin. Ich weiss nicht, ob ich einfach zu hohe Erwartungen hatte. Ich meine, es war jetzt nicht schlecht, aber eben auch nicht das, was ich in Erinnerung hatte, wie Cornelia Funke schreibt. 

 

Einerseits gab es da Gewaltszenen, die schon eher brutal waren, das fand ich persönlich jetzt nicht so schlimm (gut, ich habe auch schon mit 13 oder 14 meinen ersten Fitzek gelesen, ich bin da etwas abgehärtet ;) ), aber es gibt sicher 14-Jährige, denen das zu brutal wäre. Andererseits ist Ofelia auch erst 13, was ich persönlich ein bisschen schade fand, da man sich vielleicht besser in sie hineinversetzen hätte können, wenn sie ein paar Jahre älter gewesen wäre.

Grundsätzlich war schon Spannung vorhanden und ich habe das Buch auch in einem Tag durchgelesen, aber man hätte mehr daraus machen können. Gerade bei diesen drei Prüfungen war es für mich sehr einfach zu erahnen, wie die letzte Prüfung ausgeht. Nun aber mal zu etwas Positivem. Die Zeichnungen im Buch und das Cover selbst sind fantastisch und einfach wunderschön und laden zum Kauf ein.

 

Insgesamt fand ich das Buch jetzt nicht wirklich schlecht, aber auch nicht übermässig herausragend. Grundsätzlich hatte mir die Idee der Geschichte und deren Aufbau gefallen, aber es fehlte mir etwas an der Umsetzung. Ich finde es mal eine spannende Idee, ausgehend vom Film das dazugehörige Buch zu schreiben, leider muss ich aber sagen, dass es für meinen Geschmack nicht ganz geglückt ist, weshalb es leider nur für 3 Sterne reicht.