Wie ein Sommerspaziergang über das Feld.... – wenn Bullerbü auf die wilden Hühner trifft...

Sommerglück auf Sommerby! Kirsten Boie schafft es mit ihrem Auftakt der Sommerby-Reihe, sommerliche warme Gefühle zu vermitteln, die an Bullerbü erinnern

Januar 2026

Von Hannah Sophie Schmitt

Ein Sommer in Sommerby (Sommerby 1) 

Kirsten Boie 

Oetinger 2018

Ab 10

Martha, Mats und Mikkel müssen ihre Sommerferien bei ihrer Oma verbringen, weil ihre Mutter in den USA einen Unfall hatte und ihr Vater zu ihr hinfliegen muss. Wäre da nicht das Problem, dass sie ihre Oma nicht kennen, weil ihre Mutter keinen Kontakt zu ihr hat. Doch es gibt keine andere Wahl, die Kinder müssen zu ihr – schliesslich ist es noch immer die Oma. 

Eine Freundin der Mutter bringt sie hin, doch das letzte Stück müssen sie zu Fuss quer über eine Kuhweide zurücklegen. Die Kinder überkommt ein ungutes Gefühl – verstärkt wird dies durch das erste Auftreten der Oma – mit Schrotflinte. 
Doch nach und nach findet sich die Oma in ihre Rolle ein und auch die Kinder fangen an, das einfach Leben zu geniessen. Bei Oma gibt es nämlich weder Telefon noch Internet. Dafür gibt es Hühner und Gänse, um die sich die Kinder kümmern dürfen. 

 

Kirsten Boie schafft mit "Ein Sommer in Sommerby" das Sommergefühl für das Bücherregal einzufangen. Mit den Kindern erntet und nascht man Erdbeeren und Himbeeren, schläft auf dem Dachboden und reist im Boot zum Leuchtturm, um dort die Marmelade zu verkaufen. 

Wie auch Martha plötzlich egal wird, was ihre Freundin ihr auf Snapchat schickt, so werden einem beim Lesen die stets eingehenden Nachrichten auf dem Handy egal. Nur das Buch und deren Abenteuer zählen noch. Denn auf dem Hof passieren seltsame Dinge: plötzlich verschwindet Mats Stoffhund, jemand bricht in den Schuppen ein und beschmiert diesen. 

Und dann gibt es ja noch den Jungen vom Leuchtturm, Enes, den Martha ganz toll findet. 

Zusammen mit ihm macht sie sich auf die Spur, wer dies getan haben könnte und kommt dabei einer Sache auf die Spur, die nebenbei auch noch den Zwist mit den Eltern erklärt. 

Spannend bis zur letzten Seite erzählt Kirsten Boie die Geschichte aus und webt dabei auch noch das generationenübergreifende Wohnen hinein. Denn bei der Oma läuft so einiges anders als daheim...  

Das Buch eignet sich perfekt als digitalen Detox mit sommerlichen Gefühlen oder als Sommerferienlektüre – oder für alle, die Sehnsucht nach dem Sommer verspüren! 

Spannung trifft auf Hygge und Abenteuerroman trifft auf Inselidylle und ländliches Wohnen. 

 

Wärmstens zu empfehlen – nicht zuletzt aufgrund des zum Träumen einladenden Umschlags und den schönen Titelvignetten von Verena Körting.